Die Lustbefriedigung mit körperlichen Ausscheidungen

Für beide Spielpartner besteht bei der breiten Palette der Spielarten der Kick sicherlich darin, ein Tabu zu verletzten. Etwas zu tun, was die normale Gesellschaft verabscheut. Für den aktiven Part ist die Benutzung des Partners als „Human Toilet“ die höchste Stufe der Erniedrigung. Er gibt ganz klar zu verstehen, dass er über allem steht und der Partner nur ein „minderwertiges“ Spielzeug ist. Für den passiven Part bedeutet dies die bedingungslose Hingabe. Die Gewissheit, dass die eigene Existenz nur darin besteht, dem Meister zu dienen und von ihm zu seiner Lust erniedrigt zu werden.

NS (Natursekt, Pisse, Urophilie)

Manche Bottoms genießen es als Form von Demütigung, wenn sie angepisst werden, also Pisse aufnehmen – oral und/oder anal. Während der Top dem Bottom seine Überlegenheit und seine Verachtung zeigt.

Achtung!! Es gibt eine Reihe von Infektionen, die man sich holen kann. Hepatitis zum Beispiel. Dieses Risiko ist noch größer, wenn du Pisse trinkst. Für Immungeschwächte kommt die Gefahr hinzu, sich mit Cytomegalie-Viren oder Kryptokokken anzustecken. Bei dieser Spielart solltest Du demnach gegen Hepatitis A und B geimpft sein.

KV (Kaviar, Scheisse, Koprophilie) & Kotze

Es gibt Leute, denen Spiele mit Scheiße wichtig sind. Einen völlig natürlichen Vorgang mit allen Sinnen zu erleben, ist hier der große Kick: ganz organisch, ganz weich und so warm wie dein Inneres.

Achtung!! Lass Scheiße nicht auf Schleimhäute kommen. Bei Kotspielen kannst du dich mit Hepatitis-Viren, Darmparasiten und Bakterien anstecken. Diese Gefahr ist noch größer, wenn du Scheiße isst. Eine HIV-Übertragung dagegen ist höchst unwahrscheinlich. Wer gerne mit Kot spielt, sollte sich also gegen Hepatitis A und B impfen lassen.

Schlammspiele

Beschmutzung – einseitig oder mit dem Partner – mit Schlamm. Der Top übt durch das Beschmutzen Macht über die Kleidung des Bottom aus, die mit einem Fetisch belegt ist und eventuell als wertvoll erachtet wird.

Achtung!! Im Prinzip ist jeder Schlamm geeignet, der nicht giftig ist. Daher darf kein Industrie- oder Klärschlamm genutzt werden.

Schlammspiele sollten nie alleine stattfinden, es besteht die Gefahr des Ertrinkens in Schlammgruben. Ferner droht eine Unterkühlung.

Eine Infektion durch Bakterien und Keime ist nicht auszuschließen.

Sex mit Lebensmitteln (Sitophilie)

Dies beschreibt die Lust an Sex mit Lebensmitteln bzw. Selbstbefriedigung mit Hilfe von Lebensmitteln. Zum einen ist es das Rumsauen mit Lebensmitteln wie das Verteilen von Schokopudding auf dem Körper oder von Buttermilch auf der Lederbekleidung. Zum anderen kann es das Einführen von Lebensmitteln zur Penetration sein.

Im BDSM-Bereich findet man es auch geil, Lebensmittel mit Stiefeln zu zertreten und der Bottom muss die Sohlen mit der Zunge reinigen.

Achtung!! Das Gemüse muss gereinigt sein. Die Darmschleimhaut kann durch die spezifische Form und Beschaffenheit des Obstes oder des Gemüses sehr leicht verletzt werden.

Bei Benutzung des Lebensmittels mit/von mehreren Partnern sind HIV, Hepatitis und anderen STI-Übertragungen möglich.

Öl-Spiele

Gemeint ist das Sich gegenseitig-Einölen, sich massieren, miteinander im Öl ringen und/oder mit dem Partner herumwälzen, glitschen. Einfach hemmungslos rumsauen.

Achtung!! Bei Ölspielen zu Hause denk an die richtige Unterlage. Man sollte nur Massage- und Lebensmittelöle verwenden.

Bei Ölspielen empfiehlt es sich, auf weitere Sexpraktiken zu verzichten, die man besser mit Kondom macht, besonders natürlich Ficken. Latex-Kondome und -handschuhe werden durch Öle angegriffen, sie platzen dann zwar nicht sofort, werden aber porös. Man kann aber auch Polyurethan-Kondome verwenden – die werden durch Öl nicht porös.

Infektionsrisiken sind keine bekannt (Medizinreferent fragen!)

Bukake

Bukake bezeichnet eine Sexpraktik, bei der eine oder mehrere Kerle auf eine weitere Person ejakulieren. Dies geschieht meist in Form der Ejakulation ins Gesicht, kann aber auch andere Körperteile betreffen.

Achtung!! Die Augen des Bottoms sollten geschützt sein, Sperma in den Augen kann zu Infektionen und Verätzungen führen.

Beim Kontakt des Spermas mit Schleimhäuten oder Wunden besteht ein HIV-Risiko und das Risiko weiterer und anderen STIs.